Die Mezzosopranistin Anna Toneeva repräsentiert mit ihrer besonderen Stimme ihrem eleganten klassischen Gesang. Es ist vor allem die schiere Makellosigkeit, inspirierte Ausführung, die von einer inneren Flamme und
ihrem Talent erwärmt wird.
Die Solistin des Mussorgski-Operntheaters in Sankt Petersburg
begann ihre Karriere als Schauspielerin und Dirigentin und erst später widmete sie sich dem
Operngesang.
Das Opernrepertoire von Anna Toneeva ist außergewöhnlich umfangreich. So singt sie beispielsweise die Partien der Kontschakowka in Borodin’s „Fürst Igor", der Fricka in „Walkiria" oder der Amneris in Verdis „Aida". Mit Ihrer seltenen Vokalbegabung ist ihr Verdis
Opernkunst dabei nächsten, da wie sie selbst sagt „Verdi ein
Komponist meiner inneren Stimme ist."
Geboren wurde Anna Toneeva in Samara – einer Millionenstadt an der Wolga, in der Persönlichkeiten wie Tolstoi, Gorki und der Maler
Ilja Repin eine wichtige Zeitspanne ihres Lebens verbrachten.
Annas Großvater von wurde in Polen geboren, eine Verwandte war Solistin der Warschauer Oper. Diese Wurzeln mögen
mit ein Grund dafür sein, dass Anna schon früh ihr musikalisches Talent
entwickelte. Mit 7 Jahren nahm sie Musikunterricht, mit 15 absolvierte sie ein
Praktikum am Schauspiel. Anschließend absolvierte sie ein erstes Studium im Dirigat an der Musikfachschule in Samara, danach wurde sie am Glinka-Konservatorium,
Nizhny Novgorod immatrikuliert. Dort studierte sie zuerst Dirigieren,
später dann am Rimsky-Korsakov-Konservatorium St.Petersburg Opern- und
Konzertgesang. Sie war Solistin des Mussorgski-Opern-Theaters (Mariinski-Theater)
und reiste mit Konzerten durch ganz Russland. Städte wie Samara, Nishnij
Novgorod, Pensa, Moskau zollten Anna Toneeva frenetischen Applaus. Wichtige Konzerte fanden in der
berühmten Tschaikowski-Halle in Moskau und in Philharmonie St.
Petersburg statt.
2004 absolvierte Anna Toneeva eine Aspirantur bei Edda Moser in
Köln. Sie sang in Kanada, Griechenland, Holland und Deutschland.
2007 erschien nach einem Projekt an der Staatsoper Saarbrücken eine DVD mit
der Oper „Eis und Stahl" von Deschewow, in der Anna die Partie der Musja
sang. Diese DVD nahm „ART Haus Musik" auf. Das Projekt wurde auf
dem Festival in Cannes vorgestellt.